rss-feed Impressum / Datenschutz
Ausbau des Skigebiets am Riedberger Horn

 
Das Landratsamt Oberallgäu hat überraschend den Bau eines neuen Speicherbeckens für die Kunstschneeproduktion inmitten eines Jahrtausende alten Moors am Riedberger Horn genehmigt. Die Förderung des „naturnahen Tourismus“ in der Region wird damit zur Farce.
Artikel ansehen
 Alpen
Nachhaltige Ausrichtung für die Regionalplanung!

 
BN fordert klares Bekenntnis zum Flächen- und Klimaschutz bei Änderung der Regionalplanung Untermain
Artikel ansehen
 Umweltpolitik
Genehmigung für Hähnchenmastanlage in Eschelbach außer Vollzug gesetzt

 
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (VGH) stoppt Weiterbau und Inbetriebnahme der Hähnchenmastanlage in Eschelbach
Artikel ansehen
 Landwirtschaft und Gentechnik
Öffentliches Treffen am 16. August 2018

 
Unser nächstes öffentliches Transition Town Treffen findet wieder als Picknick bei unseren Mühlengarten Hochbeeten statt. Wann:   Donnerstag, 16. August 2018 ab 18:30 Uhr Wo:         Dachfläche des Parkhauses Zentrum Bitte bringt Decken, Speisen und Getränke selbst mit. (Foto vom letzten Picknick-Treffen) Bei Regen weichen wir in den Gasthof Zur Insel aus. … Öffentliches Treffen am 16. August 2018 weiterlesen →
Artikel ansehen
 Treffen  Picknick  Termine
Bayerischer Gewässer- und Grundwasserschutz unzureichend

 
Naturschutzverbände legen 10-Punkte-Forderungskatalog für Maßnahmen in der Landwirtschaft für die kommende Staatsregierung vor
Artikel ansehen
 Wasser  Landwirtschaft und Gentechnik
Ökobaumeister Biber - Motor für Biodiversität und naturnahe Wasserrückhaltung

 
BUND Landesvorsitzender Richard Mergner und Bibermanager Horst Schwemmer zeigen bei einem Ortstermin in einem vom Biber gestalteten Revier an der Wöhrder Wiese die ökologische Bedeutung des Bibers auf. Die Erreichung von staatlichen Zielen wie Förderung der Biodiversität und des dezentralen Hochwasserschutzes wird nach Auffassung des BUND Naturschutz (BN) ohne das segensreiche Wirken von Bibern nicht zu verwirklichen sein.
Artikel ansehen
 Tiere und Pflanzen  Biber
Sonderprogramm für den Nationalpark Bayerischer Wald – wurde etwas Entscheidendes vergessen?

 
Sonderprogramm für den Nationalpark Bayerischer Wald – wurde etwas Entscheidendes vergessen?

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) begrüßt das finanzielle Sonderprogramm mit dem der Nationalpark Bayerischer Wald anlässlich seines 50-jährigen Bestehen „fit für die Zukunft“ noch attraktiver gemacht werden soll. Mit rund 30 Millionen Euro, dem sogenannten „Nationalpark-Packerl“, soll die wirtschaftliche Entwicklung der Region unterstützt werden. Doch die vorgesehene Mittelverwendung ist nicht gerade dienlich für eine Vorzeigeregion für umweltfreundlichen Tourismus. Gut zwei Drittel des Geldes ist für die Sanierung kommunaler Straßen im Landkreis Freyung-Grafenau vorgesehen. Von Bestandserhaltung oder gar Verbesserungen des Öffentlichen Verkehrs kein Wort, kein Cent.

In einer Presseerklärung bezeichnet Umweltminister Dr. Marcel Huber den Nationalpark Bayerischer Wald als ein Juwel für den Naturschutz und den sanften Tourismus in Bayern. „Zu Recht, und darauf sind wir auch sehr stolz,“ sagen Peter Mayer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Freyung-Grafenau und Roland Schwab, sein Kollege aus Regen, unisono. „Doch sanfter Tourismus ist untrennbar mit öffentlicher Mobilität verbunden. Wie passt das zusammen, wenn man immer öfter hört, dass sogar die Finanzierung der Igelbusse in Frage gestellt wird und erste Gemeinden überlegen, ob sie bei GUTi noch gut aufgehoben sind?“, fragt Mayer.

BN-Landesvorsitzender Richard Mergner gibt zu bedenken, dass sich die Nationalpark-Region über Jahre hinweg einen exzellenten Ruf in Sachen nachhaltige Mobilität erarbeitet hat. „Schon vor über zwanzig Jahren waren die Igelbusse bundesweit das Vorzeigemodell für autofreien Nationalpark-Tourismus. Die Region hat es immer geschafft, das Angebot weiterzuentwickeln und zu optimieren. Sogar die von der Einstellung bedrohte Bahnstrecke Zwiesel-Grafenau wurde saniert und könnte bald im Stundentakt betrieben werden. 2012 hat der Bund Naturschutz in Bayern diese Leistungen mit der Bayerischen Naturschutzmedaille geehrt. 2009 und 2016 ging der Fahrtziel-Natur-Award, bei dem auch der BUND maßgeblich beteiligt ist, an Bayerwald-Ticket bzw. GUTi. Mit GUTi hat sich die Region bundesweites Ansehen erarbeitet und wurde zum Vorbild“, zählt Mergner weiter auf. „Es wäre ein gewaltiger Rückschritt, wenn man nun diesen Vorsprung leichtfertig aufs Spiel setzt und in die Mobilitäts-Steinzeit zurückfällt“, so der Landesvorsitzende. Deshalb ist es für ihn unverständlich, weshalb Regionalpolitik und Tourismusexperten diesen Vorsprung nicht nutzen. „Noch vor wenigen Jahren war das Thema GUTi und nachhaltiger Nationalpark-Tourismus in den Medien regelmäßig, auch bundesweit, präsent,“ so Mergner.

„Vielleicht sind die Politiker am Nationalpark mit dem Bus- und Bahnangebot so zufrieden, dass sie es schlicht vergessen haben, nennenswerte Verbesserungen dafür einzufordern“ ergänzt Richard Mergner mit etwas Sarkasmus. „Oder man hofft, dass der ÖPNV als touristische Infrastruktur über die von Ministerpräsident Söder in Aussicht gestellten Tourismusoffensive gedeckt wird, es wäre jedenfalls wünschenswert und weiterhin notwendig für eine zukunftsfähige Entwicklung“, so Mergner.

Mit gedämpften Zweckoptimismus interpretiert BN-Regionalreferentin für Niederbayern, Julika Selinger-Schreiber, die hohe Mittelzusage für den Straßenbau: „Wenn der Landkreis Freyung-Grafenau und die Gemeinde Spiegelau knapp 20 Millionen Euro für Straßensanierung und -unterhalt sparen, sollten eigentlich genügend Mittel zur Verfügung stehen, um die Igelbusse auf einen soliden Taktverkehr umzustellen und die Infrastrukturverbesserungen für den Stundentakt zwischen Zwiesel und Grafenau abzuschließen.“ „Hoffentlich bleibt dann auch noch etwas über, um dem ÖPNV wieder zu einer besseren Wahrnehmung vor Ort zu verhelfen. Denn leider wissen heute oft nicht einmal die touristischen Leistungsträger, dass man zu vielen Orten in der Nationalpark-Region mit der Bahn anreisen kann und wichtige Ausflugsziele vor Ort mit dem ÖPNV gut zu erreichen sind“, bedauern die BN-Kreisvorsitzenden Mayer und Schwab.

Für Rückfragen:
Julika Selinger-Schreiber
Regionalreferentin Niederbayern
Tel.: 089/ 54 83 01 12
Tel.: 089/ 54 82 98 63
Fax: 089/ 54 82 98 18
julika.selinger@bund-naturschutz.de

Fotos von BN, Julika Selinger-Schreiber: Igelbusse auf der Fahrt in den Bayerischen Wald
BUND Naturschutz fordert konsequente Klimaschutzpolitik für Bayern

 
Wetterextreme im Dürrejahr 2018 als Folge der Klimakrise - Klimaschutzverträglichkeitsprüfung und Investition in "grüne statt graue Infrastruktur" überfällig
Artikel ansehen
 Umweltpolitik  Verkehr  Landwirtschaft und Gentechnik  Flächenschutz  Wald  Wasser
Vorzeitiger Herbst – BN schlägt Alarm

 
Beim derzeitigen Blick auf Alleen oder Parkbäume in den bayerischen Städten und Dörfern zeigen sich nahezu herbstliche Verhältnisse, lichte Baumkronen, gelbe bis braune Blätter und einige Bäume haben ihr Laub schon komplett abgeworfen. Dabei ist es gerade mal Anfrage August.
Artikel ansehen
 Pflanzen
11 Vernetzungsplattformen für den Wandel – und unsere Meinungen dazu

 
Von 11 Plattformen haben wir uns ein sehr detailliertes Bild verschafft. Nun wollen wir Euch einen Überblick geben – aber nicht neutral, sondern aus unserer ganz persönlichen und unverblümten Sicht. Vorwort Im November haben wir damit begonnen, eine Themenreihe „Digitale Vernetzung der Wandelbewegung“ in unserem Blog zu veröffentlichen. Darin haben wir Vernetzungsplattformen porträtiert, die eine …

"11 Vernetzungsplattformen für den Wandel – und unsere Meinungen dazu" weiterlesen

The post 11 Vernetzungsplattformen für den Wandel – und unsere Meinungen dazu appeared first on green net project.
Artikel ansehen
 Uncategorized
Ökobaumeister Biber – Motor für Biodiversität und naturnahe Wasserrückhaltung

 
Der 1.Vorsitzende der LBV Ortsgruppe Weiherhammer Adolf Küblböck und Bibermanager Horst Schwemmer zeigen bei einem Ortstermin in einem vom Biber stark mitgestalteten Revier an der Haidenaab die ökologische Bedeutung des Bibers auf. Die Erreichung von staatlichen Zielen wie Förderung der Biodiversität und des dezentralen Hochwasserschutzes wird nach Auffassung des BUND Naturschutz Landesvorsitzenden Richard Mergner ohne das segensreiche Wirken von Bibern nicht zu verwirklichen sein.
„Biber sind unsere wichtigsten Verbündeten, um den fortschreitenden Verlust bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu verhindern. Keine zweite Tierart schafft an Gewässern und in Auen anderen Pflanzen und Tierarten so viel Lebensraum. Vom Biber angelegte Feuchtgebiete sind wesentlich artenreicher und kostengünstiger als jedes vom Menschen angelegte Biotop. In Zeiten der Klimaveränderung ist der Wasserrückhalt durch den Biber ebenfalls unverzichtbar.“ fasst Richard Mergner die Leistungen des Bibers zusammen.
Artikel ansehen
40 Jahre Nationalpark Berchtesgaden: Bund Naturschutz gratuliert und wünscht dem Nationalpark Weiterentwicklung

 
Die seit 1978 als Nationalpark Berchtesgaden ausgewiesene Region rund um den Königssee ist ein ganz besonders Kleinod der bayerischen Alpen. Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) hat sich deshalb bereits bei seiner Gründung vor 115 Jahren für den Schutz dieser bezaubernden Landschaft eingesetzt und sie vor der Totalerschließung bewahrt .  Als der Nationalpark 1978 ausgewiesen wurde, war dies ein Meilenstein für den Naturschutz.
Artikel ansehen
Landschaftsschutz statt Eigennutz

 
Betonstelzenhotel in der Volkacher Mainschleife an überwältigendem Bürgervotum gescheitert
Artikel ansehen
 Natur und Landschaft
BUND-Bundesvorstand besucht Orte zentraler Erfolge in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld

 
BUND-Bundesvorstand in Unterfranken
Artikel ansehen
 Umweltpolitik
BUND Naturschutz kritisiert Placebo-Beschlüsse des Ministerrats zum Natur- und Klimaschutz auf der Zugspitze

 
BUND Naturschutz kritisiert Placebo-Beschlüsse des Ministerrats zum Natur- und Klimaschutz auf der Zugspitze

Heute hat die Staatsregierung ihre Kabinettssitzung zu Natur- und Klimaschutzthemen auf der Zugspitze abgehalten. An einem der exponiertesten Orte Deutschlands, an dem die Klimakrise sichtbar ist, in Tagen, in denen Europas Wälder brennen und größte Ernteausfälle zu verzeichnen sind, fasst das bayerische Kabinett nach Meinung des BUND Naturschutz völlig unzureichende Beschlüsse für den Natur- und Klimaschutz.

"So wirkungslos wie der Versuch mit einer Plastikfolie das Abschmelzen des Schneefernergletschers an der Zugspitze zu verhindern, sind die Beschlüsse des heutigen Ministerrates unter Leitung von Markus Söder angesichts der gewaltigen Herausforderung der menschengemachten Klimakrise und des dramatisches Schwundes von Heimatlandschaften, Lebensräumen und Artenvielfalt auch in Bayern", kommentiert Richard Mergner, Landesvorsitzende des BUND Naturschutz. "Statt weiter auf inszenierte Bilder vor einem abschmelzenden Gletscher zu setzen, sollte sich der Ministerpräsident darauf besinnen, echten Klimaschutz durch eine dezentrale Bürgerenergiewende und eine Verkehrswende voranzubringen. Dem Klimaschutz und dem beschlossenen Masterplan Moore zu wider steht die von Staatsregierung weiter verfolgte 3. Startbahn am Münchner Flughafen im Erdinger Moos."

"Millionenschwere Infozentren vom Allgäu bis zum Spessart sind kein Ersatz für einen dritten Nationalpark in Bayern. Bayern ist von einem ehemaligen Spitzenreiter im Bereich Naturschutzgroßgebiete in den letzten Jahren zu einem Schlusslicht geworden" , kommentiert Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND und Ehrenvorsitzender des BUND Naturschutz.

Grundsätzlich positiv und als Chance für dringend notwendige ökologische Verbesserungen bewertet der BUND Naturschutz die Beschlüsse für ein Artenschutzzentrum am Landesamt für Umwelt in Augsburg sowie für ein "Nationales Naturmonument" um die Weltenburger Enge, die der BUND Naturschutz in den 70er Jahren vor der Kanalisierung und einer geplanten Staustufe gerettet hat.

Für Rückfragen:
Martin Geilhufe, Landesbeauftragter: 0172/7954607
 Umweltpolitik
BN-Landesvorstand würdigt Engagement der Kreisgruppe Würzburg auf der Landesgartenschau 2018

 
BN-Landesvorstand würdigt Engagement der Kreisgruppe Würzburg auf der Landesgartenschau 2018

Der BUND Naturschutz ist seit fast 30 Jahren in ganz Bayern mit eigenen Themen auf regionalen Gartenschauen und Landes-gartenschauen vertreten - in Unterfranken bereits 1990 in Würzburg bei der ersten Landesgartenschau in Unterfranken.

"Wir sehen darin eine einmalige Chance, BesucherInnen, die Umweltbelangen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen, über zentrale Anliegen des Natur - und Artenschutzes zu informieren und ihnen zu verdeutlichen, dass auch sie ohne großen Aufwand einen wirksamen Beitrag dazu leisten können - z. B. durch ihr alltägliches Einkaufsverhalten", so Richard Mergner, der neue Landesvorsitzende des BN.

"Nur durch das einmalige Engagement unserer jeweiligen Kreis-gruppe und die Mithilfe von über hundert ehrenamtlichen Mit-gliedern kann für mehr als 6 Monate ein attraktives Veranstaltungsprogramm organisiert und die Betreuung von mehreren zehntausend BesucherInnen gewährleistet werden", betont Sebastian Schönauer als stellv. Landesvorsitzender des BN.

Mit ihrem Besuch vor Ort würdigen die dafür aus ganz Bayern eigens angereisten Mitglieder des BN - Landesvorstandes das herausragende Engagement der BN-Kreisgruppe Würzburg auf der Landesgartenschau Würzburg "Die Kreisgruppe Würzburg ist damit zum 2. Mal bei einer Landesgartenschau präsent und setzt damit Maßstäbe für ehren- und hauptamtliches Engagement für direkte Naturschutzarbeit mit vielen Tausenden von Gartenschaubesuchern", so der Ehrenvorsitzende des BN, Hubert Weiger.

Mit ihrem breit gefächerten Informationsangebot und Veranstaltungsprogramm präsentiert sich die Kreisgruppe Würzburg einmal wieder als "Grüne Volkshochschule" weit über die Landkreisgrenzen hinaus und leistet einen unschätzbaren Beitrag dazu, zahlreiche BesucherInnen jeden Alters für derzeit besonders aktuelle Themen des Natur - & Artenschutzes zu interessieren und diese bekannt zu machen.

Der Beitrag des BUND Naturschutz/BN zur Landesgartenschau 2018 in Würzburg steht unter dem Motto "Artenvielfalt gestern-heute-morgen".

Am Infozentrum des BN ermöglicht eine begehbare Schmetterlingsvoliere den BesucherInnen, sich aus nächster Nähe an der Schönheit und Vielfalt heimischer Schmetterlinge zu erfreuen und gleichzeitig den Wandel vom Ei über die Raupe und Puppe bis hin zum erwachsenen Tier hautnah zu erleben. Gleichzeitig gibt es umfassende Informationen über die vielfältigen Bedrohungsursachen für den heimischen Insektenbestand. BesucherInnen und Besuchern wird aber auch verdeutlicht, dass jeder Einzelne zum Schutz und zur Förderung unserer Insekten ohne großen Aufwand beitragen kann und welche Möglichkeiten es dabei gibt.

Anhand alter regionaler Kultursorten, wie z.B. dem Würzburger Radieschen oder dem Bamberger Hörnla, veranschaulichen die hoch engagierten MitarbeiterInnen des BN sowohl die Vielfalt als auch die Züchtung und Kultivierung durch den Menschen über Jahrhunderte hinweg. Zusätzlich können die Besucher Saatgut alter Sorten erwerben.

Die Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg zeigt für uns die Vielfältigkeit der medizinisch genutzten Pflanzen und deren Verwendungsgeschichte im Wandel der Zeit auf.
Zudem wird mit Ausstellungen, Vorträgen, Vorführungen und einem täglichem Besucherprogramm für die ganze Familie umfassend zum Artenschutz informiert. Dabei sollen auf fast 800 Veranstaltungen Jung und Alt auch dazu motiviert werden, selbst zur Erhaltung der Artenvielfalt beizutragen.

Von diesem attraktiven Informationsangebot haben in den ersten 3 Monaten dieser Landesgartenschau bereits mehrere zehntausend BesucherInnen jeden Alters rege Gebrauch gemacht. Auch die 20 Schulklassenaktionen waren sofort ausgebucht.

Weit höher als erwartet, war nach Einschätzung der BetreuerInnen des BN das Interesse am Thema Insektensterben und die Bereitschaft, hier selber aktiv zu werden - und dies keineswegs nur bei Besitzern von Gärten oder Balkonen.

Besonders freut sich der BN auch über die durchweg positiven Rückmeldungen zur Schmetterlingsvoliere und zur damit gebotenen Möglichkeit zu hautnahem Kontakt mit dieser optisch besonders faszinierenden Tierartengruppe.

Insektensterben - beispielhaft für die landesweite Bedrohung der Artenvielfalt

Jeder Einzelne kann viel für Bienen oder Schmetterlinge tun - sei es im eigenen Garten, auf dem Balkon oder beim täglichen Lebensmittel-Einkauf durch die Wahl von Bioprodukten.

Deshalb spielt beim Beitrag des BUND Naturschutz zur Landesgartenschau 2018 die Erhaltung der Artenvielfalt eine ganz zentrale Rolle.

Der BUND Naturschutz will damit möglichst viele BesucherInnen dazu motivieren, wenigstens einen Teil des Gartens naturnah zu gestalten, heimische Sträucher wie beispielsweise Wildrosen, Weißdorn, Hartriegel und Schneeball als Nahrungspflanzen für Insekten zu pflanzen, auf Teilflächen Wildblumenwiesen anzulegen und Stauden im Herbst nicht abzuschneiden, sondern als "Überwinterungsquartiere" stehen zu lassen. Ebenso wichtig ist der Verzicht auf jeglichen Gifteinsatz im Garten, aber auch auf Gehwegen und Garagenzufahrten.

Zahlreiche Praxistipps, z. B. zur Anlage von Blühflächen, enthält der neue Aktionsleitfaden des BN "Insektensterben - höchste Zeit zum Handeln!".
Vorgestellt werden dort aber auch modellhafte Projekte aus ganz Bayern, die zeigen, welch vielfältige Aktivitäten zum Insektenschutz vor Ort möglich sind und wie sich Insektenfreunde vor Ort wirksam engagieren können.

Dieser Aktionsleitfaden ist für 15 € über die BN-Service-GmbH, www.service.bund-naturschutz.de, erhältlich.

Schon seit Mitte der 80er Jahre haben Fachleute auch bei den Insekten einen deutlichen Rückgang festgestellt.
Dass dieser mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen hat, wurde aber von Politik und Öffentlichkeit erst im letzten Jahr richtig wahr- und ernst genommen.
Eine Langzeitstudie des Entomologischen Vereins Krefeld hatte eindrucksvoll belegt, dass seit 1989 die Biomasse der Insekten in den von ihm untersuchten Schutzgebieten um 75% abgenommen hat.

Ebenso verzeichnen die "Roten Listen" bei 44% aller bewerteten Insektenarten für die letzten 50 - 150 Jahre einen erheblichen Rückgang.
Auch für Bayern haben Untersuchungen bei Schmetterlingen und Wildbienen in den letzten etwa 30 Jahren Bestandseinbrüche zwischen 55 und 75 Prozent nachgewiesen!
Betroffen davon sind zahlreiche Amphibien, Fledermaus- und Vogelarten, die existentiell auf Insekten als Futterquelle angewiesen sind.
So hat v. a. in der offenen Feldflur der Herbizideinsatz die ohnehin konkurrenzschwachen und seltenen Ackerwildkräuter weitgehend zum Verschwinden gebracht.
Das weltweit verwendete Glyphosat tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Einsatz dieses Pflanzengiftes überlebt.

Besonders kritisch sind in diesem Zusammenhang die Neonicotinoide zu beurteilen, da sie Insekten zwar nicht direkt töten, jedoch z.B. bei Bienen zur Störung des Orientierungsvermögens, zur Schwächung des Immunsystems und damit letztendlich doch zu erheblichen Bestandsverlusten führen. Durch die Dezimierung des Blütenangebots haben aber viele blütenbesuchende und auf Wildkräuter spezialisierte Insekten und infolgedessen auch typische Vögel der Agrarlandschaft, wie Rebhuhn, Grauammer oder Goldammer ihre Nahrungsgrundlage - v.a. für die Jungenaufzucht - verloren. Mittlerweile verhungern Rebhuhnküken deshalb auch in Revieren, in denen gezielte Maßnahmen zur Lebensraumoptimierung durchgeführt wurden!

Europaweit hat die Nutzungsintensivierung in der Agrarlandschaft zwischen 1980 und 2010 bei den typischen Feldvogelarten (z.B. Feldlerche) zu einem Verlust von 50% geführt - somit 300 Mio. weniger als vor 30 Jahren!
Mitbeteiligt am Lebensraumverlust sind jedoch auch die Nutzungsintensivierung im Grünland, die Überbauung mit neuen Siedlungen, Gewerbegebieten und Straßen und der Trend zu einer immer lebensfeindlicheren (weil pflegeleichteren!) Gestaltung privater (Vor-) Gärten wie öffentlicher Grünflächen.
Fatale Auswirkungen hat auch die anhaltende Zerschneidung und Isolierung von (Teil-)Lebensräumen durch immer neue Straßen und durch den weiteren Ausbau des Feldwegenetzes.

Betroffen vom dramatischen Bestandseinbruch bei den Insekten sind auch wir Menschen selbst, da nicht nur 90% aller Wildpflanzen, sondern auch immer mehr Kulturpflanzen auf eine Bestäubung durch Insekten (z.B. Wildbienen, Schwebfliegen) direkt angewiesen sind oder zumindest im Ertrag davon profitieren.

Die Zukunft unserer Bienen und Schmetterlinge entscheidet sich vorrangig auf Äckern und Wiesen.
Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) fordert daher schon seit Jahren ein Verbot bienenschädlicher Pestizide, einen raschen Ausstieg aus der Glyphosat- und Pestizidanwendung und eine Umsteuerung der EU-Agrarzahlungen.
An die bayerischen Gemeinden appelliert der BN, mehr innerörtliche bunte Blühflächen anzubieten und öffentliche Flächen, z.B. an Wegrändern, durch einfache Änderungen bei der Mahd umgehend insektenfreundlicher zu gestalten.

Flächenverbrauch - auch nach Ablehnung des Volksbegehrens aktueller denn je!

Seit Ende der 60er Jahre hat sich lt. Umweltbundesamt die mit Wohnbau- & Gewerbegebieten, mit Flughäfen, Autobahnen und Straßen überbaute Fläche in Deutschland mehr als verdoppelt. In Bayern sind bereits 12% der Grundfläche und damit über 8.400 qkm zugebaut oder asphaltiert.

Noch immer verschwinden in Bayern Tag für Tag fast 10 Hektar Freifläche - vielfach gut nutzbare Böden - unter Asphalt und Beton. Alleine im vergangenen Jahr waren dies insgesamt rd. 36 Quadratkilometer - eine Fläche so groß wie das Stadtgebiet von Schweinfurt.

Eine von BR Data im März veröffentlichte Analyse belegt:
  • In Bayern wurde von 2014 bis 2016 doppelt so viel Fläche für Wohnen wie für Gewerbe verbraucht- u.a. wegen der steigenden Zahl an Single-Haushalten.
  • Neues Land wird nicht dort in Anspruch genommen, wo die Bevölkerung stark wächst, sondern dort, wo Grundstücke billig und leicht verfügbar sind - auf dem Land und sogar in Gemeinden mit sinkender Einwohnerzahl!
  • Noch immer gilt das frei stehende Einzelhaus im Grünen als Statussymbol und veröden auch deshalb immer mehr Ortskerne - gerade in den Dörfern!
  • Die ausgewiesenen Gewerbegebiete sind fast 10 Mal so groß wie die jährliche Zunahme an tatsächlich gewerblich genutzten Flächen.
Die fatalen Konsequenzen:

Mit jedem Quadratmeter versiegeltem Boden geht ein Quadratmeter zentrale Lebensgrundlage verloren - auch für künftige Generationen, da Boden für die Nahrungsmittelerzeugung, als Grundwasserspeicher & Trinkwasserfilter, aber auch zur Sicherung der Artenvielfalt in vielen Biotopen nahezu unersetzlich ist.
Schließlich sind zur Neugewinnung bzw. -entwicklung einer nur 1 cm starken humosen Bodenschicht 100 bis 300 Jahre erforderlich! Zudem wachsen weltweit die nicht mehr zur Nahrungsmittelerzeugung nutzbaren Flächen immer schneller - keineswegs nur bei den Sandwüsten Afrikas.
Verschwinden bei uns Wald, Wiesen, Feuchtgebiete und Moore unter Asphalt und Beton, wird das dramatische Artensterben- vor allem bei Insekten und Vögeln - weitergehen - nicht nur in Bayern!

Eine freiwillige Reduzierung des Flächenverbrauches scheitert bis heute v.a. an der kannibalisierenden Konkurrenz der Gemeinden um neue Gewerbebetriebe.

Die Revitalisierung verödeter Ortskerne - z.B. durch gezielte Innenentwicklung, Umnutzung von Scheunen oder Nebengebäuden oder finanzielle Förderung von Sanierungsprojekten - und die konsequente Nutzung von Brachflächen oder Baulücken (z.B. durch Baugebote) unterbleiben vielfach.

Für den BN ist dies umso weniger verständlich, als die Vorrangigkeit solcher Maßnahmen gegenüber der Neuausweisung von Bau - und Gewerbegebieten bereits 2002 in einem Brief des damaligen Innenministers Günter Beckstein an alle bayerischen Gemeinden ausdrücklich betont wurde, obwohl die Gemeinden lt. Artikel 141 Bayer. Verfassung ausdrücklich zum Schutz des Bodens, der natürlichen Lebensgrundlagen, aber auch kennzeichnender Orts- und Landschaftsbilder verpflichtet sind und obwohl alleine mit solchen Maßnahmen der Flächenverbrauch von 7 Jahren eingespart werden könnte, so Uwe Brandl, der Präsident des Bayerischen Gemeindetages in einem MAIN-POST-Interview vom
05. März 2018.

Schon im Jahr 2007 wurde von der damaligen Bundesregierung im Koalitionsvertrag eine Reduzierung des Flächenverbrauches auf 30 Hektar/Tag bis zum Jahr 2030 festgesetzt. Umgerechnet wären demnach in Bayern noch rd. 5 Hektar/Tag zulässig und muss schon deshalb der heutige Flächenverbrauch in nur 12 Jahren um die Hälfte verringert werden. Hierzu hätte das von zahlreichen gesellschaftlichen Gruppierungen, Fach - und Naturschutzverbänden getragene Volksbegehren einen entscheidenden Impuls geben können, nachdem alle Appelle zum Flächenschutz bzw. zur Reduzierung des Flächenverbrauches bis heute offensichtlich wirkungslos verhallt sind.
Mehr denn je braucht es nach der Ablehnung dieses Volksbegehrens von allen Verantwortlichen auf allen Ebenen endlich Taten statt Worte!

Der BUND Naturschutz fordert deshalb:
  • einen wirksamen Schutz des noch unverbauten Außenbereiches - u.a. durch eine Rückkehr zum Anbindegebot und durch Streichung des § 13b im BauGB
  • die Begrenzung des täglichen Flächenverbrauches in Bayern auf unter 5 ha bis zum Jahr 2020
  • keinen neuen Flächenverbrauch ab 2025, wenn nicht die Entsiegelung und Bodenrevitalisierung auf einer gleichgroßen Fläche nachgewiesen wird
  • eine Reform der Grundsteuer - u.a. zur Förderung von Reaktivierungs- und Wohnraummobilisierungsmaßnahmen im Innenbereich und zur Eindämmung der Grundstücksspekulation.
BUND Naturschutz/Kreisgruppe Würzburg erfolgreich vor Ort:

Neben dem Verzicht auf den Einsatz von Spritzmitteln ist es zur Erhaltung der Artenvielfalt v.a. bei Insekten wichtig, dass Wiesen bzw. Grünflächen (auch Straßenbegleitgrün) möglichst erst im Spätsommer gemäht werden. Eine späte einmalige Mahd Mitte/Ende September sowie ein rotierender Mahdverzicht auf 1/3 der Fläche (Rotationsbrache) fördern Insekten und Spinnentiere. Davon profitieren aber auch insektenfressende bzw. bodenbrütende Vogelarten.

Eine frühere Mahd entzieht vielen Arten die Futterquelle oder/und vernichtet Entwicklungsstadien (z. B. Raupen und Puppen verschiedener Schmetterlingsarten). Über das Winterhalbjahr nicht gemähte Flächen bieten zudem wichtige Überwinterungsmöglichkeiten.

Umso mehr freut sich der BN darüber, dass die Kreisgruppe Würzburg dazu 2017 und 2018 sehr erfolgreich Gespräche mit dem staatlichen Bauamt Würzburg geführt und dabei die Zusage erhalten hat, dass künftig das Straßenbegleitgrün an Böschungen erst zu einem späteren Zeitpunkt gemäht werden soll.

Für Rückfragen:

Helmut Schultheiß, Dipl. Ing. Landespflege, Regionalreferent Unterfranken  
Telefon 09123 99957-13, helmut.schultheiss@bund-naturschutz.de

Steffen Jodl, Diplom-Biologe, Kreis-Geschäftsführer
Telefon 0931 43972; steffen.jodl@bn-wuerzburg.de
 Umweltpolitik
Öffentliches Treffen am 2. August 2018

 
Unser nächstes öffentliches Transition Town Treffen findet am Donnerstag, den 2. August 2018 ab 18:30 Uhr in Form eines Picknicks bei unseren Mühlengarten Hochbeeten auf der Dachfläche des Parkhauses Zentrum statt. Bitte bringt Decken, Speisen und Getränke selbst mit. (Foto von unserem Picknick am 3. August 2017) Bei Regen weichen wir in den Gasthof Zur … Öffentliches Treffen am 2. August 2018 weiterlesen →
Artikel ansehen
 Termine  Picknick  Treffen
„Gießen Sie die grünen Riesen!“

 
Stadtbäume machen den Klimawandel für uns Menschen erträglicher – doch auch die Grünen Riesen leiden unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit. Schon jetzt ist klar, einige Bäume werden diesen heißen Sommer nicht überleben. Der BUND Naturschutz setzt auf die Hilfe der Mitbürger, die Stadtbäume vor der Haustür zu gießen und somit ihre Überlebenschancen zu erhöhen.
Artikel ansehen
 Themen
Openbook – freies und sicheres soziales Netzwerk mit einfachem Einstieg

 
Soziale Medien sind in letzter Zeit häufiger in den Nachrichten aufzufinden. Immer wieder gibt es Skandale um den Umgang mit persönlichen Daten. Openbook möchte allen Menschen, die jetzt von Facebook weg wollen, eine offene und sichere Alternative bieten und den Wechsel so einfach wie möglich gestalten. Wir haben ein Interview mit Joel Hernández geführt, der …

"Openbook – freies und sicheres soziales Netzwerk mit einfachem Einstieg" weiterlesen

The post Openbook – freies und sicheres soziales Netzwerk mit einfachem Einstieg appeared first on green net project.
Artikel ansehen
 Themenreihe Digitale Vernetzung
BUND Naturschutz sieht Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs zur "Neuen Gentechnik" als wichtigen Schritt für ein gentechnikfreies Bayern

 
Staatsregierung muss sich endlich für eine klare Kennzeichnung von Fleisch, Milch und Käse einsetzen
Artikel ansehen
 Landwirtschaft und Gentechnik