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Geschenkideen für Weihnachten: Zeit statt Zeug!
Stadt Nürnberg - Agenda 21 - Aktuelles
 zuletzt bearbeitet: Fri, 24 Nov 2017 09:29:09 +0100  
Geschenkideen für Weihnachten: Zeit statt Zeug!

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Das dritte Handy? Der sechste Schal? Das zehnte Parfum? Bevor du deinen Liebsten an Weihnachten etwas kaufst, lass dich von der Zeit-statt-Zeug-Website inspirieren. Denn gemeinsame Zeit ist viel kostbarer als etwas Materielles. [Weiterlesen]
Nürnberg erhält Sonderpreis für faire Pflegedienstkleidung
Stadt Nürnberg - Agenda 21 - Aktuelles
 zuletzt bearbeitet: Fri, 24 Nov 2017 09:22:33 +0100  
Nürnberg erhält Sonderpreis für faire Pflegedienstkleidung

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Nürnberg konnte im bundesweiten Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" erneut überzeugen und erhielt einen Sonderpreis für die Einführung fair hergestellter Dienstkleidung in den Pflegebereichen des NürnbergStift. [Weiterlesen]
Recht auf Stadt

- anstiftung
 
Recht auf Stadt

Bild/FotoNach Jahren des Aufblühens von hunderten urbanen Gärten sind viele nun bedroht. Christa Müller schreibt in ihrer Kolumne in der Frankfurter Rundschau: "Wem an einer demokratischen Stadtgesellschaft gelegen ist, der sollte bezahlbaren Wohnraum nicht gegen grüne Freiflächen ausspielen." Auch Marco Clausen vom Prinzessinnengarten fordert in seinem Redebeitrag auf der Kundgebung "Grüne Freiräume erhalten", der Privatisierung öffentlichen Eigentums entschieden entgegenzutreten. >> zur Kolumne von Christa Müller>> zum Redebeitrag von Marco Clausen
 Urbane Gärten
Tiergerechte Schweinehaltung

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
Tiergerechte Schweinehaltung

Praxisbeispiele zeigen, dass veränderte Haltungssysteme mit Stroh, einem besseren Platzangebot, sowie Außenklimareizen und Auslauf zu besserer Tiergesundheit und umweltverträglichen Tierhaltungsformen führen. Landwirte, die ihre Schweine nach verschiedenen Standards von Bioverbänden, Neuland, Tierschutzbund oder Strohschweinlabel halten, können auch mit fairen Preisen rechnen. Das Marktpotential ist vorhanden, die regionalen Wertschöpfungsketten vom Erzeuger zum Metzger sind aber durchaus noch ausbaufähig. Dies war das Ergebnis einer Fachtagung 'Ringelschwanz-Freiluft-Strohschwein - wie geht das?' in Dasing, das die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL), Landesverband Bayern, und der Bund Naturschutz, Landesverband aus Nürnberg Mitte November gemeinsam veranstaltet hatten.

Wie ein roter Faden zog sich durch alle Vorträge und die abschließende Podiumsdiskussion die Forderung nach einer Kehrtwende in der Schweinehaltung - weg vom Vollspaltenboden, Schwanzkupieren, immer größeren Tierbeständen und Leistungssteigerung im Stall. Der Teufelskreis von Preisdruck und Mengensteigerung müsse durchbrochen werden.

Stephan Kreppold, Biolandwirt und Sprecher der AbL Schwaben als auch Sprecher des BN Arbeitskreis Landwirtschaft verwies darauf, dass die konventionelle Tierhaltung von den Verbrauchern immer mehr abgelehnt wird. Nach einer Erhebung des Thünen-Instituts sind 80 % der Bevölkerung mit der herkömmlichen Tierhaltung unzufrieden; laut Bayerischem Bauernverband (BBV) kritisieren zwei Drittel der Bürger und Bürgerinnen die Landwirtschaft. Leider sei das Preisdumping bei Lebensmitteln politisch gewollt, so dass die Verbraucher erst wieder lernen müssten, dass Qualität nicht zum Nulltarif zu erhalten sei.

Dr. Kai Braunmiller, staatlicher Veterinär und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Bayern und Bundes AG Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz kritisierte, dass die Mindestanforderungen für die Schweinehaltung im Rahmen des Tierschutzes in Deutschland nicht umgesetzt würden. Zwar sei es inzwischen Standard, dass den Schweinen Beschäftigungsmaterial angeboten wird, aber derartiges Spielzeug, zum Beispiel Ketten, seien aus tierärztlicher Sicht vollkommen unzureichend.

Anhand von Fotos wurden Verletzungen an den Gliedmaßen von Schlachtschweinen, zum Teil eitrige Geschwüre und Schürfwunden auf der Haut gezeigt. Diese Verletzungen und eine Reihe weitere Erkrankungen könnten mit einer verbesserten Haltung weitestgehend vermieden werden.

Dass es auch anders geht erklärte u.a. Karl Österle von der 'Erzeugergemeinschaft Süd für besonders art- und umweltgerechte Tierhaltung' und stellte das Label 'Neuland Bauern' unter dem Motto 'Die etwas andere Schweinehaltung' vor. Die 150 Muttersauen werden in Gruppen in einem Freiluftstall mit überdachter Sonnenterasse auf Stroh und mit freier Abferkelung ohne Kastenstand gehalten. Für die Mastschweine gilt bei Neuland ebenso die Haltung auf Stroh in einem Freiluftstall.

In der abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern der Fleischerinnung, der EZG Franken-Schwaben, der Landesanstalt für Landwirtschaft und dem Bauernverband wurde eines deutlich: Viele Schweinehalter würden gerne aus der konventionellen Produktion ausscheiden, aber sie stehen vor gravierenden Umbaukosten. Sie forderten von der Politik mehr Planungssicherheit.

Die Vorträge der Tagung sind demnächst abrufbar unter:

https://www.bund-naturschutz.de/landwirtschaft/tierhaltung.html
 Landwirtschaft und Gentechnik
Stellungnahme des BWE-Bayern zur 10H-Anhörung

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Stellungnahme des BWE-Bayern zur 10H-Anhörung

In Bayern werden aufgrund der 10-H Regelung praktisch keine neuen Projekte in Angriff genommen, da es keine Flächen mit Baurecht gibt. Flächen, in denen noch die Privilegierung greift, gibt es praktisch nicht mehr. Die Gemeinden stellen kaum Bebauungspläne für Windenergieanlagen auf. Die Zahl erfolgreicher Bebauungsplanverfahren lässt sich nach drei Jahren 10H noch immer an zwei Händen abzählen.

Man erkennt die Misere vor allem an der Zahl neuer Genehmigungsanträge, die im Vergleich dramatisch eingebrochen sind:
26. Internationaler Donaukongress für mehr Natur an Isar und Donau

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
26. Internationaler Donaukongress für mehr Natur an Isar und Donau

Seit 26 Jahren veranstaltet der BUND Naturschutz mit Unterstützung durch örtliche Gruppen den Internationalen Donaukongress. Am 2. und 3. Dezember ab 10:30 Uhr lädt der Verband in diesem Jahr zu der Tagung in die Landvolkshochschule in Niederalteich. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für eine naturnahe Donau und Isar engagieren oder interessieren.

Der Kongress hat im Lauf der Jahre den besonderen ökologischen Wert der Donau in Bayern und in Europa herausgearbeitet und die Auseinandersetzungen um den Ausbau der Wasserstraße in der Donau fachlich begleitet. Seit vielen Jahren wird verstärkt auch die Frage diskutiert, wie der Hochwasserschutz entlang der großen Flüsse nachhaltig und naturnah verbessert werden kann.

„In diesem Jahr sollen die Chancen für mehr Natur an Donau und Isar im Mit-telpunkt stehen. Über viele Jahrzehnte wurden in der Vergangenheit große An-strengungen unternommen, die Flüsse zu ‚regulieren‘ und für alle möglichen Zwecke nutzbar zu machen. Dadurch haben wir aber auch viel verloren: Reichtum an Pflanzen und Tieren und an natürlichen Lebensräumen und Flächen, in denen sich Hochwasser gefahrlos ausbreiten kann; und oft auch Wildnis, Vielfalt, Schönheit und einzigartige Erlebnisräume“, erklärt Hubert Weiger, Landes- und Bundesvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Für Donau und Isar würden sich jedoch mittlerweile wichtige Chancen auftun, bei Renaturierungen deutliche Schritte voranzukommen.

Am ersten Kongresstag erläutern ab 10:30 Uhr Expertinnen und Experten des bayerischen Umweltministeriums, des Bundesverkehrsministeriums, der Was-serwirtschaft und des BUND Naturschutz Ideen und mögliche Maßnahmen für Donau und Isar. Diese finden sich unter anderem im vor kurzem veröffentlichten „Masterplan Lebensraum Bayerische Donau“ und im Bundesprojekt „Blaues Band Deutschland“. Am Nachmittag steht eine Busfahrt in das Isarmündungsgebiet zur Besichtigung der neuesten Renaturierungsschritte dort auf dem Programm.

Am Abend klingt der erste Kongresstag ab 20:00 Uhr in einem zwanglosen „Zu-sammensitzen“ in der Bauernstube in der Landvolkshochschule aus, bei der die Eindrücke und Informationen in gemütlicher Atmosphäre nachbereitet werden können.

Am Sonntag, den 3. Dezember ab 10:30 Uhr widmen sich in einer Podiumsdis-kussion Vertreterinnen und -Vertreter von politischen Parteien der Frage, ob und wie der Weg von „Papiertigern“ wie der EU-Donauraum-Strategie, Natur- und Gewässerschutz-Richtlinien und dem bayerischen „Masterplan Donau“ hin zu einer tatsächlichen Umsetzung gelingen kann. Die Diskussion knüpft dabei inhaltlich und auch personell an den intensiven und spannenden Austausch beim letztjährigen Donaukongress an. In der Besetzung des letzten Jahres diskutieren MdL Hans Ritt (CSU), MdB Rita Hagl-Kehl (SPD), Dr. Georg Meiski (Freie Wähler), MdL Rosi Steinberger (Bündnis 90 / Die Grünen), Stefan Hölzl (Die Linke), MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) und Prof. Dr. Hubert Weiger (BUND Naturschutz). Moderator Christian Schneider wird die Diskussion in bewährter Weise leiten und auch das Publikum ausreichend zu Wort kommen lassen.

Eine Anmeldung zum Kongress ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist wie immer frei, für die Busfahrt in das Isarmündungsgebiet am Samstagnachmittag wird jedoch ein Unkostenbeitrag im Bus eingesammelt. Das Faltblatt mit dem Programm steht unter www.deggendorf.bund-naturschutz.de zum Download und kann in gedruckter Form in der BN-Geschäftsstelle in Deggendorf (Tel. 0991-32555, deggendorf@bund-naturschutz.de) angefordert werden.
Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft besichtigt das Wertstofferfassungssystem in Neustadt/Aisch

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft besichtigt das Wertstofferfassungssystem in Neustadt/Aisch

Der Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft des BUND Naturschutz in Bayern informiert sich vor Ort im Landkreis Neustadt/Aisch über das vorbildliche Wertstofferfassungssystem. Die getrennte Erfassung von Stoffen, ist die Voraussetzung für deren Verwertung. Das betrifft sowohl die Verpackungen, die Papiererfassung als auch die Biomüll- und Grünguterfassung.

Bisherige Vorteile Wertstoffhofsystem im Landkreis
  • Vorbildliche getrennte Wertstofftrennung in ortsnahen Wertstoffhöfen
  • Auch Nicht-Verpackungen können sortenrein abgegeben werden
  • Aufzeichnung der Verwertungswege bei bekannten Verwerterfirmen
  • Die sortenreine Abgabe führt zu einer hochgradigen Verwertung
  • Zahlung der Dualen Systeme (DSD) an Landkreis für das Erfassungssystem
Sonstige Wertstofferfassung
  • Hohen Anteil der Grünguterfassung und für Biomüll eine Vergärungsanlage
  • Hohe Werte für Papiererfassung
Die Sprecherin des Arbeitskreises, Waltraud Galaske weist darauf hin: "Die Einführung einer Gelben Tonne bedeutet eine gravierende Verschlechterung der Wertstofferfassung. Dann werden einige Wertstoffhöfen im Landkreis geschlossen. Eine Gelbe Tonne schadet sowohl der Umwelt als auch den Landkreisfinanzen, denn es kommt weniger Geld von den Dualen Systemen."

Nachteile bei Einführung einer Gelben Tonne
  • Gemischte Erfassung aller Verpackungen (der Sortieraufwand wird höher und der Anteil an verwertbaren Stoffen sinkt.)
  • In der Gelben Tonne wird der Anteil von Fehlwürfen steigen
  • Reduzierung der Anzahl von Wertstoffhöfen, Nachteil für die Abgabe von Nicht-Verpackungen
  • Verwertungswege sind nicht mehr transparent
  • Weniger oder kein Geld mehr von den Dualen Systemen
Der Sprecher des BUND Arbeitskreises Abfall und Rohstoffe, Dr. Hartmut Hoffmann betont, dass stets die hochwertige Verwertung von Kunststoffabfällen angestrebt werden müsse. "Je sauberer Abfälle getrennt erfasst werden, desto größer kann der Anteil an Sekundärrohstoffen mit hoher Qualität sein, die notwendig sind, um Kunststoffe aus fossilen Rohstoffen zu ersetzen." Josef Metzger, von der bayerischen Bürgeraktion "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT" ergänzt: "Gleichzeitig sinkt der Anteil an Kunststoffen, die verbrannt werden. Das saubere Erfassen von Kunststoffen spart also unnötige CO2-Emissionen und ist somit ein Schritt hin zu mehr Klimaschutz."

Landesarbeitskreis Abfall und Kreislaufwirtschaft:

Sprecherin: Waltraud Galaske, Fürth

Stellvertreter: Johann Meindorfer, Straubing

Sprecher BUND AK: Dr. Hartmut Hoffmann, Nürnberg

In Zusammenarbeit mit der Bürgeraktion DAS BESSERE MÜLLKONZEPT in Bayern e.V. Vorstandsmitglied: Josef Metzger, Friedberg

Kontakt: Waltraud Galaske, Theodor-Heuss-Str.17, 90765 Fürth, Telefon 0911 762974
 Abfall
KULTURLANDSCHAFT ALS RENDITEOBJEKT? BUND NATURSCHUTZ FORDERT AUS FÜR UNVERANTWORTLICHE HOTELPLANUNG IN DER VOLKACHER MAINSCHLEIFE

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
KULTURLANDSCHAFT ALS RENDITEOBJEKT? BUND NATURSCHUTZ FORDERT AUS FÜR UNVERANTWORTLICHE HOTELPLANUNG IN DER VOLKACHER MAINSCHLEIFE

Wie eine Riesenkrake aus Beton soll "an einem der schönsten Orte Deutschlands" im unmittelbaren Uferbereich auf meterhohen Stelzen in ca. 12 m hoher und mindestens 70 m breiter Panoramafenster - Hotelkomplex für 120 Gäste errichtet und über eine zwangsläufig hochwassersicher befestigte Uferpromenade mit der Innenstadt von Volkach verbunden werden.

Für diesen Investor spielt es offensichtlich keine Rolle,
  • dass das Wasserhaushaltsgesetz mit § 78 aus gutem Grund das Bauen in amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebieten generell verbietet und die Voraussetzungen für eine Ausnahme davon hier nicht erfüllt werden können
  • dass dieses Vorhaben die Zielsetzungen und rechtlichen Vorgaben eines der ältesten und bedeutendsten Landschaftsschutzgebiete Bayerns förmlich auf den Kopf stellt
  • dass hier nicht einmal im Entferntesten die Genehmigungsvoraussetzungen des Baugesetzbuches im § 35 Absatz 1 für Bauvorhaben im Außenbereich erfüllt sind und lt. § 35 Absätze 2 und 3 gleich aus etlichen Gründen eine Ausnahmegenehmigung nicht in Frage kommen kann
  • dass er mit dem gewählten Standort in eklatanter Weise gegen die naturschutzrechtliche Verpflichtung des § 15 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz zur Unterlassung vermeidbarer Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft verstößt.
Dabei wird nichts unversucht gelassen, u.a. mit einem Bericht in den "GOURMETWELTEN" mit blumigen Worthülsen u.a. die drohenden massiven Auswirkungen für Natur und Landschaft zu verharmlosen und sein Vorhaben als Segnung für den Tourismus an der Mainschleife, v.a. aber für Volkach erscheinen zu lassen.

Glaubt man den vollmundigen Werbeslogans, muss man fast den Eindruck gewinnen, der Volkacher Mainschleife und der Stadt Volkach könne nichts besseres wiederfahren, als durch dieses Bauprojekt aus dem touristischen Dornröschenschlaf erweckt und endlich einer sinnvollen, d.h. kommerziellen Verwertung zugeführt zu werden!

Demnach soll dieses Hotel die Region für die Reisenden öffnen - so als läge Volkach am Amazonas und würde die Mainschleife nicht längst über eine vorbildliche touristische Infrastruktur verfügen.

Da macht es auch nichts, wenn die sich vor Begeisterung förmlich überschlagenden Ankündigungen heftig widersprechen und das perfekt (d.h. durch Bäume!) in die Kulturlandschaft eingefügte Hotel gleichzeitig freie Sicht auf den Fluss bieten soll.

Noch viel weniger nachvollziehbar ist es für den BN und offensichtlich auch für eine wachsende Zahl kritischer BürgerInnen Volkachs, dass der vorrangig dem Bürgerwohl verpflichtete Stadtrat offensichtlich nicht gewillt ist, der drohenden Verhunzung eines unersetzlichen Stückes Kultur - und Naherholungslandschaft vor ihren Stadttoren Einhalt zu gebieten.

Ganz im Gegenteil hat der Stadtrat am 18. September durch sein einstimmiges Votum zugunsten des Vorbescheides des Landratsamtes diesem Hotelprojekt quasi die Generalabsolution erteilt.

Damit ignorieren Volkachs Stadträte aber in unverantwortlicher Weise sogar die bayerische Verfassung, die in Artikel 141 alle bayerischen Kommunen gleichermaßen u.a. dazu verpflichtet,
  • die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes zu erhalten und dauerhaft zu verbessern
  • kennzeichnende Orts- und Landschaftsbilder zu schonen und zu erhalten
  • die Denkmäler der Geschichte und der Natur sowie die Landschaft zu schützen und zu pflegen.
Sie haben offensichtlich keine Bedenken, ein einzigartiges Stück Kulturlandschaft, um das sie sicherlich von vielen Städten in ganz Deutschland und darüber hinaus beneidet werden, auf dem Altar kurssichtigen Kommerzdenkens zu opfern und damit künftigen Generationen das "Grüne Kapital" für eine nachhaltige Tourismusentwicklung für immer zu zerstören.

Dass hier ein Privatinvestor eine über Generationen gehegte und gepflegte Kulturlandschaft zu seinen Gunsten ausschlachtet, während die BürgerInnen Volkachs dafür die Zeche zahlen sollen, spielt für sie scheinbar keine Rolle! Niemand anders als die Kommune und somit ihre Bürgerinnen und Bürger werden die Grundstückserschließung finanzieren und auch die Kosten tragen müssen, wenn bei Hochwasser Katastrophenhilfe geleistet oder nach erfolgter Abschreibung eine Betonruine entsorgt werden muss.

Vollends unverständlich bleibt es für den BUND Naturschutz, warum sich die dem Vollzug der o.g. Gesetze und Verordnungen verpflichteten staatlichen Behörden überhaupt auf jahrelange Verhandlungen eingelassen haben, statt entschlossen den Anfängen zu wehren! Sind sie sich wirklich dessen nicht bewusst, dass sie sich damit dem Verdacht aussetzen, auch noch als Steigbügelhalter beim Ausverkauf unserer Kulturlandschaft zu fungieren?

Es ist deshalb höchste Zeit, dass sich Volkachs Stadträte wieder darauf besinnen, dass sie in erster Linie dem Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger und auch den eindeutigen Vorgaben der bayerischen Verfassung zum Schutz unserer einmaligen Kulturlandschaft verpflichtet sind.

Wir appellieren deshalb an jede Stadträtin und an jeden Stadtrat, ihr/sein Votum für diesen Hotelstandort an diesen Verpflichtungen zu messen und der Sicherung und Bewahrung ihres kulturellen Erbes den ihnen gebührenden Vorrang einzuräumen. Nicht von ungefähr haben Generationen vor ihnen das Mainvorland und die besonders schutzwürdige Flusslandschaft von solchen Bauprojekten frei gehalten!

Der BUND Naturschutz appelliert gleichzeitig an alle natur- und heimatliebenden Bewohner Volkachs, sich schützend vor die von ihren Vorfahren in mühsamer Arbeit geschaffene Kulturlandschaft zu stellen und zu verhindern, dass diese an einen Privatinvestor verschachert wird.

Nur dann kann sie auch weiterhin allen Bürgerinnen und Bürgern als unersetzliches Naherholungsgebiet und als Grundlage für eine wirklich nachhaltige Tourismusentwicklung dienen.

Die Gründung einer Bürgerinitiative begrüßen wir deshalb ausdrücklich!

Der BUND Naturschutz wird als unbestechlicher Anwalt der Natur alles daran setzen, dass aus den Wunschträumen eines einzelnen Privatinvestors kein skandalöser Präzedenzfall wird - mit fatalen Auswirkungen gerade auch für das touristische und kulturelle Image Mainfrankens weit über Bayern hinaus.

Für Rückfragen:

Helmut Schultheiß, Regionalreferent für Unterfranken, Tel. 09123 - 999 57 13

Hans Schneider, Ehrenvorsitzender Ortsgruppe Volkach, Tel. 09381 - 2916
Oberallgäu: Naturdenkmal Eisenbreche vor Wasserkraftwerk gerettet!

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
Oberallgäu: Naturdenkmal Eisenbreche vor Wasserkraftwerk gerettet!

„Wir freuen uns, dass das einzigartige Naturjuwel Eisenbreche im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen auch für kommende Generationen als  unberührte spektakuläre Wildflussklamm erhalten bleibt“, kommentiert der BN-Landesvorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger den heutigen Erfolg vor dem Verwaltungsgericht Augsburg. „Wir hoffen, dass mit diesem Urteil auch ein Zeichen gegen weitere geplante Wasserkraftwerke in Naturschutzgebieten gegeben wurde.“

„Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts, dass Wasserkraft nicht automatisch Vorrang gegenüber Natur- und Landschaftsschutz genießt“, so Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV.  „Die Ostrach bleibt somit als eine der letzten naturnahen Alpenwildflusslandschaften und damit Lebensraum für viele geschützte Tier- und Pflanzenarten erhalten.“

Erhebliche Gefahr für Natur und Tiere
Das Verwaltungsgericht Augsburg hat in seiner heutigen  Entscheidung den Genehmigungsbescheid des Landratsamtes Oberallgäu für das Wasserkraftwerk Älpele/Eisenbreche aufgehoben. Am Dienstag, den 14. November 2017 wurden vor dem Verwaltungsgericht Augsburg die Klagen des BUND Naturschutz (BN) und des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) gegen die Genehmigung eines Wasserkraftwerks am Naturdenkmal Eisenbreche im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen in der Gemeinde Bad Hindelang verhandelt.

Das Gericht sieht durch den Bau des Wasserkraftwerks erhebliche Beeinträchtigung verschiedener wertvoller Lebensräume und Arten. Das betrifft bedrohten Lebensraum alpine Wildflüsse, aber auch Fischarten wie Mühlkoppe oder Bachforelle. Das Vorhaben würde zu einer deutlichen Verschlechterung des gesamten Ökosystems im Bereich Eisenbreche führen.

Wildwasserklamm Eisenbreche wäre kaum mehr Wasser geblieben
Geplant  war eine fünf Meter hohe Staumauer mit Stausee,  eine ca. 1,25 Kilometer lange, verrohrte Ausleitung und ein Kraftwerkshaus. Betroffen von der Ausleitung sind sowohl die Wildflusslandschaften oberhalb der Eisenbreche als auch die spektakuläre Wildwasserklamm, die „Eisenbreche“ an sich. Durch diese vom Wasser über Jahrtausende ausgewaschene und heute tief in die Allgäuer Berglandschaft eingeschnittene Klamm stürzt das Wasser der Ostrach in Richtung des Bad Hindelanger Ortsteiles Hinterstein. Mit dem Wasserkraftwerk wären dem Naturdenkmal zeitweise 70 – 80 Prozent ihres Wassers entzogen worden.

Auf der anderen Seite wäre wegen der stark schwankenden Wasserstände ist das Kraftwerk voraussichtlich  an 165 Tagen im Jahr nicht in Betrieb. „Dafür einen der letzten natürliche Wildflussabschnitte des Allgäus zu opfern ist unverantwortlich“, so Christine Speer, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu.

Eisenbreche steht unter mehrfachem Schutz
Das mit dem Wasserkraftwerk beplante Gebiet ist maximal geschützt. Das Vorhaben liegt im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen, in einem  europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH) Gebiet, in einem europäischen Vogelschutzgebiet, im Landschaftsschutzgebiet und ist nach dem deutschen und bayerischen Naturschutzgesetz als Biotop geschützt. Die Eisenbreche ist zudem Naturdenkmal und Geotop.
Trotzdem hat Landrat Klotz das Projekt genehmigt, obwohl er sich der Gesetzeslage bewusst war. Landrat Klotz in der Sendung Capriccio im Bayerischen Fernsehen am 25.6.2015: „Wenn ich nach der Gesetzeslage gehe, dürfte ich es eigentlich nicht genehmigen.“

Energiewende mit ökologischen leitplanken
Der BN kämpft seit Jahrzehnten für eine Energiewende mit ökologischen Leitplanken. „Die großen Potenziale liegen bei der Energieeinsparung und dem Ausbau von Solar- und Windenergie. Die bayerischen Flüsse und Bäche haben aber Ihre Schuldigkeit zur Erzeugung erneuerbarer Energien bereits getan“, so Richard Mergner, der Landesbeauftragte des BUND Naturschutz.“Insbesondere aus ökologischer Sicht besteht nur mehr ein sehr begrenztes Ausbaupotenzial für Wasserkraft. Der Neubau von Wasserkraftanlagen an bisher frei fließenden Gewässerabschnitten rein aus Gründen der Energiegewinnung widerspricht sogar den Zielen der Bayerischen Staatsregierung zur naturverträglichen Wasserkraftnutzung“, so der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer.BN und LBV hoffen, dass die Belange des Natur- und Artenschutzes bei  den Baugenehmigungsverfahren im Landkreis Oberallgäu , wie z.B. am Riedberger Horn, in Zukunft umfassend gewürdigt werden.

Weitere Hintergrundinformationen finden sie in folgenden Pressemitteilungen:

https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/_migrated/news_uploads/PM_FA_19_15_Klagebegruendung-Eisenbreche.pdf

https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Presse_und_Aktuelles/Pressemitteilungen/2014/PM_FA_05_14_Eisenbreche.pdf

https://www.lbv.de/news/details/keine-wasserkraft-am-naturdenkmal-eisenbreche/

Für Rückfragen
Thomas Frey
Regionalreferent für Schwaben
BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Tel.: 089 / 54 82 98 64,
thomas.frey@bund-naturschutz.de
 Natur und Landschaft  Wasser
Öffentliches Treffen am 16. November 2017

Landshut im Wandel
 
Öffentliches Treffen am 16. November 2017

Unser nächstes öffentliches Transition Town Treffen findet am Donnerstag, den 16. November 2017 um 19.30 Uhr im Café International statt.

Bei diesem Treffen möchten wir uns über unsere aktuellen Projekte unterhalten. Gerne diskutieren wir auch über neue Ideen und Pläne.

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Jeder der sich gerne über unsere Initiative informieren und/oder seine Ideen einbringen möchte ist herzlich willkommen.
 Termine  Treffen
Buchvorstellung - Erzwungene Einsichten

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
Buchvorstellung - Erzwungene Einsichten

Atomare Endlager, Vermüllung der Meere, Feinstaubbelastung in den Innenstädten - die umweltpolitischen Fragen, die uns heute beschäftigen, haben eine lange Vorgeschichte. Das neue Buch "Erzwungene Einsichten. Eine Chronik zu vier Jahrzehnten Umweltpolitik" versammelt ausgewählte Beiträge, die Herbert Fuehr im Zeitraum von 1979 bis 2012 für die Nürnberger Nachrichten verfasst hat, und ordnet sie in den zeitgeschichtlichen Kontext ein. Seine Artikel zu zahlreichen Umweltthemen werden kongenial ergänzt durch Karikaturen des ebenso berühmten wie umweltbewegten Karikaturisten Horst Haitzinger.

"Als Dokument der Zeitgeschichte zeigt dieses Buch die Versäumnisse im Umgang mit den großen Umweltproblemen auf, die uns heute und morgen teuer zu stehen kommen - aber auch mögliche Lösungen", betont Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern. "Mit Herbert Fuehr und Horst Haitzinger haben sich hier zwei prägnante Stimmen zusammengefunden, die unerlässlich sind, um das Bewusstsein für die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu schärfen."

"Anfangs sind meine Forderungen, Mahnungen und Warnungen oft belächelt worden, dann mitunter auch angefeindet" sagte Herbert Fuehr. "Ökologie galt gemeinhin als Wachstumsbremse. Aber die Entwicklung hat mir recht gegeben." Das gebe einerseits zwar Genugtuung, sei andererseits aber auch beklemmend: "Umwelt- und Klimaschutz sind ein großes Stück vorangekommen, doch die ehrgeizigen Ziele wurden verfehlt. Unsere natürlichen Lebensgrundlagen und unser Ökosystem sind nach wie vor akut bedroht". "Erzwungene Einsichten", das bedeute auch: "Durch Schaden wird man klug. Ich bin immer für ein Handeln eingetreten, das Schäden gar nicht erst entstehen lässt."

Doris Tropper, Stellvertretende Landesvorsitzende des BUND Naturschutz, würdigt die journalistische Leistung des Autors: "Herbert Fuehr hat theoretische Konzepte und Programme des staatlichen und verbandlichen Umweltschutzes in alltagstaugliche Texte übersetzt, die journalistische Distanz dabei gewahrt und damit zu einer fundierten Diskussion der Umweltpolitik in Bayern beigetragen. Seine Artikel und Kommentare übten deutliche Kritik an der gängigen Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. In unzähligen Artikeln und Kommentaren hat er die komplexen Mechanismen von Naturzerstörung oder Klimaveränderung analysiert und Profiteure wie Interessen transparent gemacht. Viele seiner Positionen, wie sein Einsatz für eine gerechtere ökologisch-soziale Steuerreform oder den Ausstieg aus der Atomenergie, sind inzwischen Allgemeingut."

"Die Beiträge in diesem Buch machen die großen Linien der Umweltpolitik wieder bewusst, die allzu oft im hektischen Medienalltag untergehen." ergänzt Richard Mergner, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz. "Sie zeigen, dass viele Entwicklungen in der Umweltszene wie auch im BUND Naturschutz lange Zeit schon vorgedacht, aber dann höchst umstritten und politisch umkämpft waren und doch heute selbstverständlich geworden sind. Damit macht dieses Buch Mut, sich für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Deutschland zu engagieren."

"Der oekom verlag hat seine Wurzeln selbst in der Umweltbewegung. Bis heute sind wir einem konsequent nachhaltigen Ansatz verpflichtet." sagt Konstantin Götschel, Lektor im oekom-verlag. "Deshalb freut es uns besonders, die Artikel Herbert Fuehrs veröffentlichen zu können - als historische Dokumente ebenso wie als Ideengeber für Gegenwart und Zukunft."

Herbert Fuehr hat über vier Jahrzehnte als Redakteur und Leiter des Ressorts Innenpolitik bei den Nürnberger Nachrichten die Umwelt- und Energiepolitik kritisch begleitet, hinterfragt und in Berichten, Leitartikeln und Kommentaren Probleme und Lösungsmöglichkeiten anschaulich gemacht. Für seine Berichterstattung wurde er 2012 sowohl mit der Naturschutzmedaille des BUND Naturschutz als auch mit dem Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu ausgezeichnet. Seit 2015 ist er Vorsitzender der Kreisgruppe Erlangen des BUND Naturschutz.

Horst Haitzinger ist einer der renommiertesten politischen Karikaturisten Deutschlands. Die Umweltpolitik nimmt eine zentrale Rolle in seinen Arbeiten ein. Seine Karikaturen erschienen unter anderem in den Nürnberger Nachrichten.

Herbert Fuehr: "Erzwungene Einsichten. Eine Chronik zu vier Jahrzehnten Umweltpolitik. Mit Karikaturen von Horst Haitzinger", 144 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-96238-023-6, 19,00 Euro / 19,60 Euro (A). Erhältlich im Buchhandel, bei der BUND Naturschutz Service GmbH (http://service.bund-naturschutz.de/) und als E-Book.

Für Rückfragen: Stefan Schäffer, Referent

Tel. 0911/81878-10

E-Mail: buero.landesvorsitzender@bund-naturschutz.de
 Umweltpolitik
Glyphosat-Abstimmung erneut gescheitert

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Glyphosat-Abstimmung erneut gescheitert

Heike Moldenhauer, Pestizidexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), kommentiert das Geschehen mit den Worten: „Zum sechsten Mal ist die Kommission mit ihrem Vorhaben gescheitert, eine Mehrheit der Mitgliedstaaten für eine Glyphosat-Wiederzulassung hinter sich zu bringen. Die Verteidiger der chemiebasierten Landwirtschaft sollten jetzt Realismus walten lassen und einsehen, dass die Zulassung für Glyphosat Ende des Jahres auslaufen muss. Das Ackergift, das die ohnehin schon geschädigte Artenvielfalt in der Agrarlandschaft weiter beeinträchtigt und im Verdacht steht beim Menschen Krebs zu verursachen, muss gestoppt werden, nicht protegiert.“

Dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt jetzt die Zeit der Sondierungsgespräche für eine neue Bundesregierung nutzt, um ohne Absprache mit dem Glyphosat-kritischen Umweltministerium einen windigen Kompromiss für die Zustimmung Deutschlands anzubieten, ist inakzeptabel. Eine Wiederzulassung von Glyphosat für drei Jahre mit der Aussicht auf eine erneute Verlängerung ist keine Option.

Eine gesellschaftliche Mehrheit in Deutschland will das endgültige Aus für Glyphosat, das muss auch Minister Schmidt endlich einsehen. Wenn Deutschland einen Kompromissvorschlag macht, dann sollte klar sein, dass Glyphosat nach drei Jahren in der EU endgültig Geschichte ist. Die neue Bundesregierung müsste darüber hinaus Glyphosat sofort für den Privatgebrauch und für den Einsatz im öffentlichen Raum verbieten. Außerdem müsste umgehend ein Ausstiegsprogramm für Glyphosat aus der Landwirtschaft starten, damit das Totalherbizid nach drei Jahren tatsächlich vom Acker verschwunden ist. Landwirte brauchen Beratung und Unterstützung für einen Ackerbau, der ohne Glyphosat auskommt.
 Landwirtschaft und Gentechnik
GESAMTVERKEHRSKONZEPT UNTERMAIN – EIN ZAHNLOSER PAPIERTIGER?

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
GESAMTVERKEHRSKONZEPT UNTERMAIN –  EIN ZAHNLOSER PAPIERTIGER?

Schon seit 2 Jahren fordern der BUND Naturschutz (BN) und die Bürgerinitiative "Lebenswertes Sulzbach" als Grundlage für die geplante und vor Ort heftig umstrittene Ortsumgehung Sulzbach die Erarbeitung eines ergebnisoffenen Gesamtverkehrskonzeptes.
Umso mehr freut sich der BN darüber, dass der Regionale Planungsverband Untermain in seiner letzten Sitzung am 20. Oktober die Erstellung eines solchen Gesamtverkehrskonzeptes beschlossen hat.

"Wir begrüßen diesen Beschluss als wichtigen Schritt in die richtige Richtung", so Dr. Steffen Scharrer, der 1. Vorsitzende der BN - Kreisgruppe Miltenberg. Der BN vertritt allerdings gleichzeitig die Auffassung, dass ein solches Gesamtverkehrskonzept nur dann seiner Aufgabe gerecht werden und für die Region optimale Lösungsvorschläge finden kann, wenn nicht schon in der Vorplanung befindliche Einzelprojekte vollständig ausgeblendet oder planerisch weiter konkretisiert werden. Ansonsten würden damit quasi Zwangspunkte für das beschlossene Gesamtverkehrskonzept geschaffen werden.

"Dieses Gesamtverkehrskonzept darf nicht zu einem zahnlosen Papiertiger verkommen und muss vor Ort einen beispielgebenden Beitrag zur längst überfälligen Verkehrswende in der Region Untermain leisten" betont Dr. Hans-Jürgen Fahn, der stellvertretende Vorsitzende der BN - Kreisgruppe Miltenberg. Fahn kritisiert ebenso den Ablauf des "Runden Tisches" am 25.10. in Dornau, weil dort keine der rund 50 von den Umweltverbänden eingereichten Fragen ausreichend beantwortet wurde. "Transparenz und Bürgernähe" sehen anders aus, so seine Kritik.

Der BUND Naturschutz appelliert deshalb an das Bauamt Aschaffenburg, die Vorplanungen für die Ortsumgehung Sulzbach so lange auszusetzen, bis die Ergebnisse des Gesamtverkehrskonzeptes vorliegen, bis dahin aber die eingereichten Fragen der Umweltverbände v.a. zur FFH - und Umweltverträglichkeitsuntersuchung zu beantworten.
Erst wenn ein fundiertes Gesamtverkehrskonzept vorliegt, lässt sich wirklich beurteilen, ob eine Ortsumfahrung zur Lösung der Verkehrsprobleme in Sulzbach überhaupt erforderlich ist und ob es dafür nicht kostengünstigere und umweltverträglichere Alternativen gibt.

gez.
Dr. Hans-Jürgen Fahn
2. Vors. BN - Kreisgruppe Miltenberg

Für Rückfragen:
Helmut Schultheiß, Regionalreferent für Unterfranken
helmut.schultheiss@bund-naturschutz.de
 Verkehr
ÄNDERUNG DES LANDESENTWICKLUNGSPROGRAMMS

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ÄNDERUNG DES LANDESENTWICKLUNGSPROGRAMMS

Heute hat der Landtag mit der Mehrheit der CSU Fraktion die umstrittene Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) abschließend beraten und verabschiedet. Dies beinhaltet weitere Erleichterungen von Gewerbegebietsausweisungen und Hotelbauten auf der „grünen Wiese“, sowie den Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn. Der BUND Naturschutz warnt weiterhin vor diesen negativen Entwicklungen und steht in einer breiten Allianz für den Alpen- und Flächenschutz.

„Gegen den geballten Sachverstand aus Wissenschaft und Regional- und Landesplanern hat der bayerische Landtag heute die Pläne des Heimat- und Finanzministers gebilligt.  Damit wird der weiteren Zerstörung bayerischer Heimatlandschaften durch Spekulation Tür und Tor geöffnet.“, kommentiert BUND Naturschutz Landesvorsitzender Hubert Weiger.

„Der BUND Naturschutz steht in einer breiten Allianz von Bergsport-, Umwelt,- und Naturschutzverbänden zum Schutz der Alpen. Diesen Einsatz werden wir trotz der heutigen Entscheidung unbeirrt fortsetzen und sowohl juristisch als auch politisch für den Schutz des Alpenplans als zentraler Leitplanke für die letzten Ruheräume in den bayerischen Alpen streiten.“ so BN-Landesbeauftragter Richard Mergner.

Für Rückfragen:
Richard Mergner, Landesbeauftragter : 01716394370
 Flächenschutz  Umweltpolitik  Alpen
Gerichtliche Aufhebung der Planung zum S-Bahn-Verschwenk im Fürther Norden

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
Gerichtliche Aufhebung der Planung zum S-Bahn-Verschwenk im Fürther Norden

Mit Freude und Genugtuung reagiert der BUND Naturschutz auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, das die bisherige Planung der Bahn für eine neue S-Bahn-Trasse durchs Knoblauchsland im Fürther Norden für rechtswidrig erklärt hat. Nach der erheblichen Verzögerung durch den Rechtsstreit fordert der BUND Naturschutz nun von der Bahn ein entschiedenes Umsteuern und kurzfristige Schritte zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse auf dieser Strecke.

Wie die Stadt Fürth und eine Reihe von Landwirten hatte auch der BUND Naturschutz Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zum S-Bahn-Verschwenk durchs Knoblauchsland im Fürther Norden beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. Im Oktober 2014 hatte der BN begrüßt, dass das Gericht einen Baustopp erlassen hatte, um zu verhindern, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden, bevor über die Klage entschieden wurde.

"Wir appellieren an die Verantwortlichen bei der Bahn, den naturzerstörerischen S-Bahn-Schwenk durch das Knoblauchsland aufzugeben und nun unverzüglich die Neuplanung entlang der Bestandstrasse zu beginnen", fordert Peter Rottner, Landesgeschäftsführer des BUND Naturschutz in Bayern.

"Wir freuten uns bereits sehr über den erreichten Baustopp und hoffen, dass es letztlich zu einem umweltverträglichen Ausbau der S-Bahn zwischen Fürth und Erlangen kommt. Wir bedanken uns bei allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben, insbesondere bei der Stadt Fürth, bei OB Dr. Thomas Jung, dem Stadtrat und den beteiligten Dienststellen", so Reinhard Scheuerlein, Vorsitzender der BUND Naturschutz Kreisgruppe Fürth-Stadt.

Auch BN-Landesvorsitzender Prof Dr. Hubert Weiger dankt Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung für die klare und ausdauernde Haltung der Stadt in dieser Frage. Er machte noch einmal deutlich, dass der BUND Naturschutz selbstverständlich die Verbesserung des S-Bahn-Angebots auf der Strecke zwischen Nürnberg und Erlangen grundsätzlich begrüßt. Allerdings müsse sich auch die Bahn als eine 100-prozentige Tochter des Bundes an dessen Nachhaltigkeitsziele, wie z. B. den Artenschutz und die Reduzierung des Landschaftsverbrauchs, halten. Die bislang geplante Neutrassierung der S-Bahn abseits der bestehenden Bahnlinie würde nicht nur eine gravierende Zerschneidung der Landschaft verursachen, sondern auch wertvolle Biotope im Bereich des Wäsig und des Gründlachtals beeinträchtigen.

"Zumal mit der Trassenführung entlang der vorhandenen Gleise eine echte Alternative besteht, auf die der BUND Naturschutz in seinen Stellungnahmen schon frühzeitig hingewiesen hatte", so BN-Landesvorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger. Um die Planunterlagen gerichtlich überprüfen zu lassen, hatte der BUND Naturschutz Rechtsanwalt Wolfgang Baumann aus Würzburg beauftragt.

Als Sofortmaßnahme ruft der BUND Naturschutz die Bahn dazu auf, nun den Ausbau der Strecke im "Fürther Bogen" zwischen Hauptbahnhof und Eigenem Heim endlich fertigzustellen und diese Gleise mit Weichen an die bestehende Strecke anzuschließen. Damit kann deren Kapazität und Zuverlässigkeit im Interesse der Fahrgäste bereits deutlich erhöht werden. Für Rückfragen: Tom Konopka Regionalreferent für Mittelfranken Telefon 0911 81878-24 tom.konopka@bund-naturschutz.de
 Verkehr
Klimaschutz bleibt dringendes Thema unserer Zeit

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Klimaschutz bleibt dringendes Thema unserer Zeit

Die zukünftige Bundesregierung sollte einen stärkeren Fokus auf die Klimapolitik als bisher richten. Das zeigt die diesjährige Akzeptanzumfrage der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind), die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der FA Wind direkt nach der Bundestagswahl 2017 durchgeführt hat.

Eine breite Mehrheit von 68 Prozent der 1.008 repräsentativ Befragten findet, dass sich die zukünftige Bundesregierung stärker als bisher für die Umsetzung der Energiewende einsetzen sollte. Zudem ist eine deutliche Mehrheit von 85 Prozent bereit, mit eigenen Verhaltensänderungen und Maßnahmen den Klimaschutz zu unterstützen. Zur Umsetzung der Energiewende erwarten 60 Prozent der Befragten, dass der öffentliche Diskurs zur Umsetzung der Energiewende stärker an der Sache ausgerichtet und unabhängig von der Strompreisdebatte geführt wird. Um zum Gelingen der Energiewende beizutragen, ist sogar die Hälfte der Befragten (51 Prozent) grundsätzlich bereit, mehr für ihre Energieversorgung zu zahlen. Dabei sollte die Politik allerdings das Leitbild der sozialen Gerechtigkeit vor Augen haben und die VerursacherInnen von CO2-Emissionen stärker an den Kosten für den Ausbau der regenerativen Energien beteiligen.

Akzeptanzwerte für Windenergie an Land weiter auf sehr hohem Niveau
Weitere Ergebnisse der Umfrage zeigen: Die bundesweiten Akzeptanzwerte der Windenergie an Land sind seit Oktober 2015 unverändert auf sehr hohem Niveau (2017: 83 Prozent). Nur jeder vierte Befragte derer, die bislang noch keine Windenergieanlagen im direkten Wohnumfeld haben, hätte Bedenken, würden gemäß der aktuellen Genehmigungspraxis dort welche gebaut. Die überwiegende Mehrheit (2017: 73 Prozent) hat weniger große oder gar keine Bedenken gegen den Bau von Windrädern. Befragte mit Windenergie im Wohnumfeld sind sogar zu 82 Prozent mit diesen Anlagen einverstanden. Zudem wird der Ruf nach verstärkter und früherer Öffentlichkeitsbeteiligung von einem breiten Konsens (jeweils 82 Prozent) getragen.

„Dass verstärktes Engagement für die Energiewende keine Randnotiz in der Bundespolitik der nächsten Jahre sein darf, zeigt der klare Auftrag der Bürger aus den Umfrageergebnissen“,
so Axel Tscherniak, Geschäftsführer der FA Wind.


Ausführliche Umfrageergebnisse und Grafiken finden Sie auf der Homepage der Fachagentur für Windenergie an Land:
http://fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Umfrageergebnisse_Herbst_2017.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener" >http://fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Umfrageergebnisse_Herbst_2017.pdf

Quelle: Pressemitteilung der Fachagentur Windenergie an Land vom 18.10.2017.
Malwettbewerb für 4. Klassen

Stadt Nürnberg - Agenda 21 - Aktuelles
 zuletzt bearbeitet: Wed, 08 Nov 2017 12:01:28 +0100  
Malwettbewerb für 4. Klassen

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Begleitend zur Weltleitmesse BIOFACH findet ein Malwettbewerb für alle 4. Klassen der Metropolregion Nürnberg statt. Bis zum 31.01.2018 können die Kinder Bilder zum Thema Bio - aus gutem Grund einreichen und tolle Preise gewinnen. Die schönsten 30 Bilder werden bei einer Ausstellung gezeigt. [Weiterlesen]
Glyphosat – CSU-Minister Schmidt muss im EU Ausschuss mit Nein stimmen

BUND Naturschutz - Aktuelles
 
Glyphosat – CSU-Minister Schmidt muss im EU Ausschuss mit Nein stimmen

Am kommenden Donnerstag wird in Brüssel im ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel der EU voraussichtlich die Entscheidung über die Zukunft des Pflanzengiftes Glyphosat fallen. Die EU-Kommission schlägt vor, Glyphosat für weitere 5 Jahre zuzulassen.

"Landwirtschaftsminister Christian Schmidt muss bei der entscheidenden Sitzung mit Nein stimmen", fordert BN Landesbeauftragter Richard Mergner. Enthält sich Deutschland bei der Abstimmung erneut, ist eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedsstaaten gegen die Zulassung kaum zu erreichen. Die EU-Kommission wird dann das umwelt- und gesundheitsschädliche Herbizid aller Voraussicht nach zulassen - und in fünf Jahren würde wieder über eine weitere Verlängerung der Zulassung diskutiert. "Es wäre eine unverantwortliche Entscheidung, wenn CSU-Minister Christian Schmidt jetzt nicht das Votum des EU Parlaments für ein klares Auslaufen der Glyphosatzulassung respektieren würde", so Mergner, "denn dann schadet die derzeitige Mehrheitspartei in Bayern nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Image der bäuerlichen Familienbetriebe."

Aktueller Abstimmungsmarathon
In der letzten Oktoberwoche gab es im Umweltausschuss sowie im Plenum des EU-Parlaments klare Entscheidungen für ein endgültiges Auslaufen der Glyphosat-Zulassung innerhalb von drei bis fünf Jahren. Doch das EU Parlament ist in diesem Fall nur beratend tätig. Entscheidend ist die Abstimmung im ständigen EU-Ausschuss, in dem die Mitgliedstaaten Sitz und Stimme haben. Am 25.Oktober erhielt der dortige Vorschlag der Kommission auf eine erneute 10 jährige Zulassung von Glyphosat nicht die erforderliche Mehrheit. Jetzt soll erneut abgestimmt werden, über eine 5 jährige Verlängerung mit der Option auf ein danach erfolgendes Neuzulassungsverfahren.

Die Entscheidungen im Ausschuss werden mit einer sog. qualifizierten Mehrheit gefasst, die mindestens 65 % Bevölkerungsanteil und 55 % der Mitgliedsstaaten berücksichtigt.

Bei der Abstimmung im EU Parlament hatten die bayerischen EU Parlamentarier*innen der CSU Albert Deß, Angelika Niebler und Monika Hohlmeier gegen den Ausstieg innerhalb von 5 Jahren votiert, Markus Ferber sich enthalten, und Manfred Weber war bei der Abstimmung nicht anwesend. Auch die Abgeordnete der Freien Wähler aus dem Allgäu, Ulrike Müller, positionierte sich massiv für den weiteren Glyphosateinsatz.

Dagegen stimmten die Abgeordneten der SPD Maria Noichl und Ismail Ertug sowie der Abgeordnete der ÖDP, Klaus Buchner sowie Barbara Lochbihler von den Grünen für ein schnelles Verbot von Glyphosat.

Die Abstimmungsergebnisse der bayerischen EU Abgeordneten der anderen Parteien finden Sie in der Anlage.

Hintergrund
Glyphosat ist das meist verbrauchte Unkrautvernichtungsmittel, das auf ca. 40% der Ackerflächen in Deutschland zum Einsatz kommt. Es findet sich inzwischen in vielen Oberflächengewässern (und teilweise sogar im Grundwasser) und ist in Böden stabiler als lange angenommen. Auch in Lebensmitteln werden zunehmend Rückstände von Glyphosat und seinem Abbauprodukt AMPA nachgewiesen. In die allgemeine Diskussion kam das Mittel, weil es im Verdacht steht, krebserregend für den Menschen zu sein.

Gemeinsam mit anderen Herbiziden hat es zum Verschwinden nicht nur des von Landwirten unerwünschten Aufwuchses, sondern auch vieler Wildkräuter in der Agrarlandschaft geführt. Glyphosat steht für die Intensivierung der Landschaft, die wegen des Kostendrucks zu den billigsten Maßnahmen greift, und da ist Spritzen vordergründig billiger als der Einsatz von Grubber, Schälpflug oder Stoppelhobel. Doch die Kehrseite ist ein mangelndes Nahrungsangebot in der Feldflur, nicht nur für Bienen sondern auch z.B. für Schmetterlinge, Feldlerche oder Rebhuhn.

Von den über 550 in Deutschland beheimateten Wildbienenarten, dazu gehören auch unsere für die Bestäubung so wichtigen Hummeln, sind laut "Roter Liste" mittlerweile 197 Arten gefährdet, 31 vom Aussterben bedroht und 42 Arten stehen auf der Vorwarnliste. Auch andere Insektenarten gehen in Anzahl und Masse teilweise dramatisch zurück. So haben Untersuchungen im norddeutschen Tiefland gezeigt, dass dort seit 1989 die Masse der Insekten um durchschnittlich 76 % abgenommen hat.

Die Bestände des Rebhuhns sind seit den 1980 Jahren nach europäischen Erhebungen um erschreckende 95% zurückgegangen. Ursache ist neben dem Verlust von Brutplätzen auch der Insektenmangel in der Feldflur.

In den letzten Monaten wurde offenkundig, dass Monsanto, das das Herbizid Glyphosat erstmals auf den Markt brachte, in engstem Austausch mit US-Genehmigungsbehörden stand. In der EU wurden Passagen aus den Anträgen der Firmen nahezu wortgleich, aber ohne Kenntlichmachung, in offizielle Bewertungen der Behörden (z. B. des Bundesinstituts für Risikobewertung) übernommen.

Abstimmungsverhalten der bayerischen EU Abgeordneten
am 24.10.2017 im EU-Parlament über eine Resolution für ein endgültiges Verbot des Herbizids bis spätestens 15. Dezember 2022, die trotz Gegenstimmen aus der CSU beschlossen wurde

    
Name
    
Partei
    
Abstimmungsverhalten (Zulassung auslaufen lassen)

    
Deß, Albert
    
CSU
    
dagegen

    
Ferber, Markus
    
CSU
    
Enthaltung

    
Niebler, Angelika
    
CSU
    
dagegen

    
Weber, Manfred
    
CSU
    
nicht anwesend

    
Hohlmeier, Monica
    
CSU
    
dagegen

    
Müller, Ulrike
    
Freie Wähler (ALDE)
    
dagegen

    
Starbatty, Joachim
    
LKR (EKR/ECR)
    
dafür

    
Ertrug, Ismail
    
SPD
    
dafür

    
Noichl, Maria
    
SPD
    
dafür

    
Westphal, Kerstin
    
SPD
    
nicht anwesend

    
Händel, Thomas
    
Die Linke
    
nicht anwesend

    
Buchner, Klaus
    
ÖDP (Grüne)
    
dafür

    
Lochbihler, Barbara
    
Grüne
    
dafür
 Landwirtschaft und Gentechnik
Neuauflage des KonsuMensch erschienen

Stadt Nürnberg - Agenda 21 - Aktuelles
 zuletzt bearbeitet: Tue, 07 Nov 2017 13:04:24 +0100  
Neuauflage des KonsuMensch erschienen

Bild/Foto
Das pfiffige Infoheftchen "KonsuMensch" ist ein Fair-Führer für junge und jung gebliebene Menschen und präsentiert seine Botschaften in der 5. Auflage auf 68 Seiten sehr unterhaltsam und klärt auf, wie Jeans, Schuhe und Fußbälle hergestellt werden. Kostenfrei zu beziehen. [Weiterlesen]
GEPLANTE ÄNDERUNG DES LANDESENTWICKLUNGSPROGRAMMS - BUND NATURSCHUTZ FORDERT EIN „NEIN“ DER ABGEORDNETEN ZU SÖDERS FRONTALANGRIFF AUF BAYERNS HEIMATLANDSCHAFT UND DEN ALPENPLAN

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GEPLANTE ÄNDERUNG DES LANDESENTWICKLUNGSPROGRAMMS - BUND NATURSCHUTZ FORDERT EIN „NEIN“ DER ABGEORDNETEN ZU SÖDERS FRONTALANGRIFF AUF BAYERNS HEIMATLANDSCHAFT UND DEN ALPENPLAN

"Wenn der Landtag die von der Mehrheitsfraktion eingebrachten Anträge beschließt, wird die bayerische Kulturlandschaft noch stärker als bisher dem ruinösen Wettbewerb der Kommunen um Gewerbeansiedlungen ausgesetzt", warnt BUND Naturschutz- Landesvorsitzender Hubert Weiger. Der BUND Naturschutz fordert deshalb von allen Abgeordneten des bayerischen Landtags die klare Ablehnung der Änderung des Landesentwicklungsprogramms, den Schutz des Alpenplans und die Wiederherstellung eines wirksamen Anbindegebots gegen den Flächenfraß.

"Gegen den geplanten Frontalangriff auf den Alpenschutz mit der Änderung des Alpenplans für eine neue Skischaukel am Riedberger Horn werden wir uns mit allen legalen Mitteln wehren", so BN-Landesbeauftragter Richard Mergner. Weiter meint er: "Die Lawine des Flächenfraßes frisst sich täglich weiter in die letzten Reste bayerischer Heimat, daher muss die CSU endlich ihre Nachhaltigkeitsstrategie und den Artikel 141 der Bayerischen Verfassung ernst nehmen. Wir müssen zu einer echten Landesplanung zurückkehren, die mit Kompetenzen ausgestattet ist."

"Schon jetzt werden beispielsweise im Landkreis Traunstein Gewerbeflächen nicht für den örtlichen Bedarf, sondern aufgrund der günstigen Lage für den Großraum Salzburg angeboten. Durch die Lockerung des Anbindegebotes könnte bayerischen Gemeinden die Ausweisung weiterer Flächen und die Verschandelung der Landschaft erleichtert werden. Zudem drohen Ausbaumaßnahmen an Bundesstraßen, um dann noch mehr Gewerbeflächen ansiedeln zu können", befürchtet Beate Rutkowski, BN-Vorsitzende des BUND Naturschutz Traunstein.

Für Rückfragen: Richard Mergner, BN-Landesbeauftragter

Tel.: 0171 / 6394370
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